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Max-Schmeling-Halle

Gestaltung der Außenanlagen unter Einbeziehung der historischen Anlage Falkplatz und des neuen Mauerparks. Hohe technische und sicherheitsbedingte Anforderungen als Sport- und Veranstaltungsort. Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes zur Regenwassernutzung

Aufgabenstellung
Die Max-Schmeling-Halle wurde in Zusammenarbeit mit der Berliner Olympia-Bewerbung bis 1997 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg als Teil des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatzes errichtet. Der Sportpark grenzt unmittelbar an den Falkplatz als historischer Stadtplatz und den Mauerpark, der bis 1997 auf dem Gebiet des früheren Grenzstreifens angelegt wurde. Freiraumplanerische Aufgabe war es, historische Anlagen mit neuen Freiräumen über die in den Böschungshang des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions hinein gebaute Max-Schmeling-Halle zu verbinden, ohne jedoch Eigenart und Spezifika der einzelnen Freiräume zu negieren. Das Leitbild bestand darin, die Halle in den innerstädtischen Landschaftsraum zu integrieren und selbst zur Landschaft werden zu lassen.

Objekplanung
Das Entree zur Halle bildet der denkmalgeschützte Falkplatz, der wieder an die Schwedter Straße herangeführt wurde und durch intime, gestaffelte Heckenräume sowie den bei Boule-Spielern beliebten Grandplatz eine enge Verzahnung mit dem Mauerpark eingeht. Der Halle ist ein harter Platz vorgelagert, der den Schwung der Fassade aufnimmt und zum Falkplatz überleitet. Lichtbänder verbinden die Platzfläche mit dem Inneren der Halle, deren Glasfassade zwischen Innen-und Außenraum vermittelt. Der Vorplatz dient als Ausstellungsfläche bei Sport- und Kulturereignissen der Halle und wird intensiv für sportliche Betätigungen genutzt. Die Gestaltung der Außenanlagen ist vom sparsamen Umgang mit der Ressource Wasser geprägt. Die Entwässerung wird in Zisternen gespeichert und dient unter anderem zur Bewässerung der Grünflächen und zur Speisung des Wasserlaufs in der Grünanlage. Die Pumpe des Wasserfalls wird photovoltaisch betrieben. Die Reinigung des Wassers erfolgt über ein Wurzelraumklärbeet, an das sich ein Wasserspielpltz anschließt.


HOAI Leistungsphasen: 1 – 9
Bearbeitungszeitraum: 1994-1996
Größe: ca.2,70 ha
Bauvolumen: ca. 2.500.000,00 Euro
Auftraggeber: OSB Olympia-Sportstättenbauten GmbH
Prof. Klaus Streckebach